• Eine kleine Einführung vorab, Bienen unterliegen nicht den Gesetzten der Vermehrung der Säugetiere, diese Insekten haben als Überlebens- und Anpassungsstrategie eine Mehrfachpaarung. 
  • D.h. die Königin hat für ihre Nachkommen (und da sind es nur die Weiblichen) zwar auch nur einen Partner, aber die Spermien die zur Ablage von befruchteten (weiblichen) Eiern benötigt werden kommen aus ihrer Spermatheka. Die Königin ist nach ihrer Geburt nur ca. 4-6 Wochen begattungsfähig, danach nicht mehr. In dieser Zeit muss sie mehrere Begattungsflüge durchführen um sich mit ca. 12-20 Drohnen zu paaren. Diese Spermien verwahrt sie in ihrer Spermatheka und wenn sie befruchtete Eier legt, dann werden diese daraus entnommen und mit ihren Genen verschmolzen. 
  • Bienenzucht ist ein komplexes Thema und wenn man genau hinsieht gibt es eigentlich nur ganz wenige Züchter, aber viele Vermehrer. Warum das so ist ist ganz einfach zu verstehen, als Kleinimker kann ich zwar gute Königinnen kaufen und am Stand vermehren, aber eine Selektion zur Erreichung von Zuchtzielen ist kaum gegeben weil es einfach zu wenige Völker sind. Als Großimker hat man da schon andere Möglichkeiten, mit vielen Völkern können ausreichende Mengen an „guten“ Königinnen selektiert und für die Weiterzucht verwendet werden. Die Ursache liegt darin begründet, man weis nie welches Spermium aus der Spermatheka der Königin gerade zur Anwendung kam, die Königin wurde ja von mehreren Drohnen begattet. Eine am Stand begattete Königin ist deshalb nicht minderwertig, der Maßstab des Halters oder Züchters(Vermehrers) entscheidet hier, auch wenn die Natur sieht es anders sehen würde. 
  • Um die Vorgange bei der Anpaarung besser zu verstehen hilft diese Animation weiter, sie gibt einen schematischen Einblick in dieses kompexe aber auch faszinierende Thema.